Thun erstrahlt in kräftigen Farben.

Thuner 
Blumenmeer

Die Tage werden länger, die Sonne wärmt die Stadt und überall spriessen die ersten Blüten. Pärke füllen sich wieder, auf den Spielplätzen ertönt Kinderlachen, Paare schlendern entlang der Seepromenade und wer in einem der vielen Cafés der Altstadt eine Rast einlegt, dem werden die sorgfältig gepflegten Blumen­kästen auffallen, die die Geländer zieren. Damit die Thuner Flora jeden Frühling in neuer Pracht erstrahlt, ist ein fleissiges Team der Stadt im Einsatz. Werfen Sie mit uns einen Blick hinter die Kulissen und entdecken Sie das Thuner Blumenmeer.

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Erholung vom Trubel der Stadt findet man in den nahe gelegenen Pärken 
und entlang der Uferpromenade, wo Bäume angenehmen Schatten spenden. Der Baum steht bereits seit Jahrhunderten für Schutz, Zuverlässigkeit und Stärke. Tief im Boden verwurzelt und standhaft kann er Ruhe bringen und Entspannung schenken, was auch die Stadt Thun zu schätzen weiss.

 

Für ungefähr 6 000 öffentliche Bäume ist die Stadt Thun verantwortlich. Dazu gehört vor allem die Pflege der Bäume, was deren Erhalt und Schutz gewährleistet. Die Pflege umfasst insbesondere das Schneiden, Pflanzen und Erfassen in einem digitalen Baumarchiv, aber auch das Fällen. Sollten Bäume gefällt werden, so werden sie umgehend am selben Ort mit Neupflanzungen ersetzt oder an einem anderen, artgerechten Standort wieder eingepflanzt.

Die Scherzligschleuse ist eine von zwei Schleusen in der Thuner Innenstadt.

Blumen werden meist als Zeichen der Zuneigung verschenkt, in Thun schmücken sie die Stadt als Symbol für die Liebe – zur Stadt, den Bewohner:innen und den Besuchenden. In rund 350 Blumenkisten, 40 Grossgefässen und 20 Rabatten bilden sie an Strassen, Brücken und Plätzen fröhliche Farbtupfer und verschönern so subtil den Alltag der Passierenden. 
«Stadtgrün Thun» pflanzt mehrmals pro Jahr neue Blumen, je nach Jahreszeit, und gestaltet den gesamten Blumenschmuck nach einem jeweils wechselnden Farbkonzept.

Die Stadt Thun achtet bei der Bepflanzung nicht nur auf Ästhetik, sondern legt auch grossen Wert auf Biodiversität und Klima. Damit die Blumen möglichst lange erfreuen – sowohl Menschen als auch Tiere wie Bienen und Insekten – werden Nützlinge statt Insektiziden eingesetzt. Die kleinen, kaum sichtbaren Wesen vernichten Schädlinge und können so – schonend für die Umwelt – beispielsweise Blattlaus-kolonien oder Spinn­milben, welche die Blumen befallen, beseitigen.


 

Nicht nur in Parks und Blumenkästen, sondern auch auf den Kreiseln finden sich in Thun Bepflanzungen. Weil der Stadt Biodiversität und Sicherheit wichtig sind, gibt es aber auf den Kreiseln kein Wechselflor wie in den Blumenkästen, sondern es wird darauf geachtet, dass vornehmlich einheimische, hoch aufragende Pflanzen verwendet werden, die das ganze Jahr über blühen. Dies macht den Kreisel sicherer, attraktiver für Fauna und die Pflege weniger aufwändig und kostspielig.

Editorial

Ob während der Krokusblüte im Vorfrühling oder im Sommer, verbunden mit einem Sprung ins kühle Nass: Ein Besuch der Parkanlagen Schadau und Bonstetten mit ihren imposanten Baumbeständen und der wechselnden Blütenpracht lohnt sich alleweil. Diese sorgfältig gestalteten Orte schaffen Identität und laden zum Verweilen ein. Apropos: Schon bald wird der farbenfrohe Blumenschmuck an den Schleusen, entlang des Aarequais und in der Oberen Hauptgasse wieder das Thuner Stadtbild prägen. Jahr für Jahr erfreuen sich Einheimische und Besuchende gleichermassen daran.
Mit dem städtischen Biodiversitätskonzept fördern wir gezielt die Artenvielfalt. Projekte für Orchideen, Wildbienen und Kleinsäuger zeigen, wie wertvoll naturnahe Pflege ist. Gleichzeitig wächst Thun weiter: Neue Quartiere und öffentliche Anlagen entstehen. Dabei ist es unser Anspruch, die Bedürfnisse von Natur und Mensch in Einklang zu bringen – damit alle profitieren.
Ein schöner Beweis für die Qualität der Gewässer und Grünräume ist der Biber, der sich in unserer Stadt sichtlich wohlfühlt.

Einen «bäumigen» Frühling wünsche ich Ihnen!

Reto Schertenleib
Gemeinderat
Vorsteher Direktion Bau & Liegenschaften